B06-T2 · Technik-Vertiefung

Erfassung und Datenhoheit organisieren

Schnittstellen, Änderungsrechte, Synchronisation und Zuständigkeiten halten die verteilt erfassten Bestände über alle Standorte konsistent, ohne die Datenhoheit der einzelnen Vermittler anzutasten.

Übergeordnet
B06 · Immobilien- & Finanzwirtschaft
Lesetiefe
Technik
Ergebnis
Konsistente, dezentral geführte Bestandsdaten
Zeitraum
1990–1994
B06-T2

Wer darf welche Daten erfassen, ändern und einsehen?

Die Erfassung erfolgte dezentral bei den einzelnen Maklerbüros über eine fensterorientierte, mausbedienbare DOS-Client-Software. Die zentrale Instanz bestand aus einem UNIX-System mit Ingres-Datenbank, angebunden über X.25 mit einem eigenen, an EDIFACT angelehnten Nachrichtenprotokoll.

01 · Schnittstelle

Client und Zentrale über ein definiertes Protokoll verbinden

Server und Clients kommunizierten über X.25 mit einem eigens entwickelten, an EDIFACT angelehnten Message-Protokoll, das den Geschäftsablauf eines Gemeinschaftsgeschäfts zwischen Maklern abbildete – von der Meldung eines Angebots bis zur Freigabe der Detaildaten nach Vertragsabschluss.

02 · Änderungsrechte

Änderungshoheit beim jeweiligen Vermittler belassen

Nur der Makler, der ein Angebot eingestellt hat, durfte dessen Status, Preis oder Verfügbarkeit ändern. Die zentrale Instanz führte den Gesamtbestand zusammen, ohne selbst inhaltliche Änderungsrechte an fremden Datensätzen zu besitzen.

03 · Synchronisation

Verteilte Bestände laufend konsistent halten

Änderungen aus den einzelnen Maklerbüros wurden laufend an die zentrale Ingres-Datenbank übermittelt, sodass der überregionale Bestand nie älter war als die letzte Meldung des jeweiligen Standorts.